Da die heutigen Landkarten aber anders aussehen und sich in vielen muslimischen
Ländern ein starkes
Nationalgefühl gebildet hat, ist es heute selten, dass Is., meist Neo-
Fundamentalisten, einen islamischen Weltstaat für alle
Muslime fordern - der
Großteil der islamistischen Strömungen ist in ihrem Wirken heute auf ihr Land begrenzt.
Einzelne britische Moscheen sind seit längerem
Treffpunkt für den
Austausch unter gleichgesinnten Islamisten. Eine
Rückkehr zu den göttlichen
Gesetzen verspricht für Isla. eine
Verbesserung der
Verhältnisse. Die Slums, in denen viele
Menschen unter erbärmlichen
Bedingungen leben müssen, sind
Zentren von radikalen Islamisten, die einen Teil der dortigen
Bevölkerung für ihre Ideen gewinnen konnten, was sich hin und wieder in antiamerikanischen
Demonstrationen äußert. In den
Ländern, in denen muslimische
Minderheiten leben, existiert deswegen eine lebhafte
Debatte darüber, wie man radikale Isl. von friedfertigen Isl. und gemäßigten
Muslimen unterscheiden und deren
Bedrohungspotenzial untersuchen kann. etlichen später als
Terroristen und Al-Kaida-Kader entlarvten Islamisten
Anweisungen für ihre
Missionen geben, bevor er auf Druck der . Radikale
Gruppen gehören ebenso in die
Kategorie 'Is.' wie moderate
Akteure, die es anstreben, den Islam zur Richtschnur des sozialen und politischen
Verhalten zu machen. Und das trotz der
Kandidatenselektion durch das Ahmadinedschad-treue
Innenministerium und den Wächterrat, der sich ebenfalls fest in den
Händen der I. befindet. Das
Ergebnis war im gesamten Iran einheitlich: eine herbe
Niederlage für die Radikalislamisten um Ahmadinedschad. Ende 2004 wurde bekanntgegeben, dass sich mehr als 100 radikale Islamisten und
Terrorverdächtige im
Gefängnis befänden - in keinem anderen EU-Land wurden 2004 so viele mutmaßliche
Extremisten festgenommen. ? als ?Is.?, ?durchgeknallten
Schläger?, ?Querulanten?, ?Brandstifter? und möglichen ?Lügner? sowie als ?Irrer? und wurde vom
Deutschen
Presserat aufgrund ?
Verletzung des .
Die (westliche) Modernität und ihre rationale Sichtweise sehen die Islamisten ganz besonders kritisch.
Obwohl bisher keiner der auf Grund dieses
Gesetzes Verurteilten tatsächlich hingerichtet wurde, sind schon mehrmals
Angeklagte oder Verurteilte von Is. ermordet worden. Der britische
Einfluss im Land, der de facto noch bis 1952 anhielt, galt den Islamisten als Neo-.
Untersuchungen zeigen, dass gewaltbereite Is. ihre
Anhänger unter kleinkriminellen
Glaubensbrüdern rekrutieren.
Einige Islamistengruppen haben eine Eigendynamik entwickelt, die sie zunehmend der
Kontrolle Islamabads entzieht. Die I. wollen aus ihrer Lesart die einzig richtige machen, dabei ist es ja gerade die Eigenart von
Texten, unendlich viele
Interpretationen zu ermöglichen. Die Islamisten selbst bezeichnen sich als "Usuliyun", was wörtlich
Fundamentalisten heißt. Es wäre jedoch ein Trugschluss, jede Moschee und jeden gläubigen Muslim als I. bzw. Extrem gewaltbereit sind die 200
Mitglieder der Islamisten-
Partei "Hizb ut-Tahrir" (
Partei der islamischen
Befreiung). Muslimische
Gruppen und
Parteien existieren ebenfalls, heben sich aber von Is. insofern ab, als sie nicht für eine Politisierung der
Religion einstehen.
Viele arabische
Herrscher gaben den Is. Privilegien, um damit den
Einfluss von
Nationalisten und Panarbisten zu begrenzen und um die Unzufriedenheit der
Bevölkerung abzufedern. Erbakans, ereignet sich im
Rahmen einer
Untersuchung der angeblichen Unterwanderung des
Militärs durch Is. .